Eine Regenwasserzisterne kann eine sinnvolle Lösung sein, wenn Niederschlagswasser gesammelt und für die Gartenbewässerung genutzt werden soll. Beim Kauf kommt es jedoch nicht nur auf das Fassungsvermögen an. Die richtige Speichergröße, ein geeigneter Standort, die vorhandene Dachfläche und die benötigte Ausstattung müssen zusammenpassen.
Flexible oberirdische Regenwasserzisternen bieten verschiedene Möglichkeiten für private Gärten, Gewächshäuser, Gartenbauflächen und größere Grünflächen. Je nach Anforderungen können unterschiedliche Speichergrößen und Grundrisse ausgewählt werden. Eine sorgfältige Planung vor dem Kauf hilft dabei, den Speicher passend zur vorhandenen Fläche und zum tatsächlichen Wasserbedarf auszuwählen.
Größe der Regenwasserzisterne bestimmen
Die Speichergröße ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf. Ein möglichst großer Tank ist nicht automatisch die beste Lösung. Entscheidend ist vielmehr, wie viel Regenwasser gesammelt werden kann und wie viel Wasser tatsächlich benötigt wird.
Für die Dimensionierung sollten mehrere Faktoren betrachtet werden. Dazu gehören die verfügbare Dachfläche, der örtliche Niederschlag und der Wasserbedarf der zu bewässernden Flächen.
Eine kleine Dachfläche kann beispielsweise weniger Regenwasser liefern als eine große Dachfläche. Gleichzeitig kann ein großer Garten deutlich mehr Wasser benötigen als ein kleiner Bereich mit wenigen Beeten.
Dachfläche als Grundlage der Planung
Die Dachfläche bestimmt, wie viel Niederschlagswasser grundsätzlich gesammelt werden kann. Deshalb sollte vor dem Kauf geprüft werden, welche Dachflächen an den Speicher angeschlossen werden können.
Auch die vorhandenen Regenwasserabläufe spielen eine Rolle. Der Speicher sollte möglichst so positioniert werden, dass die Verbindung zwischen Dachablauf und Zisterne sinnvoll hergestellt werden kann.
Je größer die angeschlossene Fläche ist, desto mehr Regenwasser kann grundsätzlich gesammelt werden. Die Speichergröße sollte dennoch mit dem tatsächlichen Wasserbedarf abgestimmt werden.
Wasserbedarf des Gartens berücksichtigen
Neben dem möglichen Regenwasserertrag muss der Verbrauch betrachtet werden. Ein Garten mit vielen Beeten, Rasenflächen und Sträuchern kann einen höheren Bewässerungsbedarf haben als ein kleiner Ziergarten.
Auch Gewächshäuser und größere Gartenbauflächen können regelmäßig größere Wassermengen benötigen.
Wer den Wasserbedarf realistisch einschätzt, kann besser entscheiden, ob ein kleiner, mittlerer oder größerer Speicher geeignet ist. Ein Größenrechner kann dabei eine erste Orientierung bieten.
Verschiedene Speichergrößen für unterschiedliche Anforderungen
Flexible Regenwasserzisternen sind in verschiedenen Größen erhältlich. Je nach Einsatzbereich können Speicher mit mehreren tausend Litern bis zu sehr großen Volumen interessant sein.
Eine kleinere Lösung kann beispielsweise für einen privaten Garten geeignet sein. Für größere Grünflächen oder Gartenbau können dagegen deutlich höhere Kapazitäten erforderlich sein. Wer eine Regenwasserzisterne kaufen möchte, sollte vorab Speichervolumen, Maße, Grundriss und geplante Nutzung vergleichen.
Vor dem Kauf sollten deshalb sowohl das Fassungsvermögen als auch die tatsächlichen Außenmaße des Speichers geprüft werden.
Standort vor dem Kauf festlegen
Der Standort sollte bereits vor der Bestellung feststehen. Eine oberirdische Regenwasserzisterne benötigt eine geeignete, ebene und tragfähige Fläche.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass ein vollständig gefüllter Speicher ein erhebliches Gewicht besitzt. Der Untergrund muss daher für die jeweilige Belastung geeignet sein.
Auch die Umgebung des Speichers sollte betrachtet werden. Der Standort muss so gewählt werden, dass bei einem möglichen Wasseraustritt keine Gebäude, Elektroanlagen oder Nachbargrundstücke gefährdet werden.
Stellfläche genau vermessen
Neben dem Speichervolumen sind die Abmessungen entscheidend. Länge, Breite und Höhe sollten mit der verfügbaren Fläche verglichen werden.
Besonders bei schmalen Grundstücken kann der Grundriss eine wichtige Rolle spielen. Flexible Speicher mit unterschiedlichen Formen können helfen, vorhandene Flächen besser zu nutzen.
Zusätzlich sollte ausreichend Platz für Anschlüsse, Leitungen und gegebenenfalls Wartungsarbeiten eingeplant werden.
Oberirdische oder unterirdische Zisterne
Beim Kauf kann die Entscheidung zwischen einer oberirdischen und einer unterirdischen Lösung relevant sein. Eine oberirdische Regenwasserzisterne wird auf einer vorbereiteten Fläche aufgestellt und muss nicht eingegraben werden.
Dadurch können umfangreiche Erdarbeiten entfallen. Gleichzeitig bleibt der Speicher sichtbar und benötigt ausreichend Stellfläche.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt von den Grundstücksbedingungen und den individuellen Anforderungen ab. Bei einer oberirdischen Lösung sollten insbesondere Untergrund, Abmessungen und Standort berücksichtigt werden.
Vorteile einer oberirdischen Regenwasserzisterne
Eine oberirdische Zisterne kann insbesondere dann interessant sein, wenn keine umfangreichen Erdarbeiten durchgeführt werden sollen. Der Speicher wird auf einer vorbereiteten Fläche positioniert und kann mit dem vorhandenen Regenwassersystem verbunden werden.
Auch für Nachrüstungen kann eine oberirdische Lösung interessant sein. Wenn bereits Regenwasserleitungen vorhanden sind, kann geprüft werden, ob ein zusätzlicher Speicher sinnvoll integriert werden kann.
Die unterschiedlichen Grundrisse ermöglichen zudem eine Anpassung an verschiedene Platzverhältnisse.
Anschlüsse und Regenwasserzufuhr planen
Beim Kauf sollte geprüft werden, welche Anschlüsse am Speicher vorhanden sind und wie die Regenwasserzufuhr realisiert werden soll.
Für die Verbindung können je nach System Regensammler, Schläuche, Schellen und weiteres Anschlusszubehör erforderlich sein.
Die Leitungsführung sollte möglichst früh geplant werden. Ein sinnvoll positionierter Speicher kann die Entfernung zwischen Dachablauf und Tank reduzieren und dadurch die Installation erleichtern.
Überlauf nicht vergessen
Ein Regenwasserspeicher kann bei starken Niederschlägen vollständig gefüllt werden. Deshalb gehört ein geeigneter Überlauf zu einer durchdachten Planung.
Das überschüssige Wasser muss kontrolliert abgeführt werden. Die Ableitung sollte so geplant werden, dass keine Gebäude, Elektroanlagen oder angrenzenden Grundstücke gefährdet werden.
Der Überlauf sollte daher bereits bei der Auswahl des Standorts berücksichtigt werden.
Pumpe passend zur Anwendung auswählen
Wenn das gespeicherte Regenwasser für die Gartenbewässerung entnommen werden soll, kann eine externe Pumpe erforderlich sein.
Die Auswahl der Pumpe hängt von der geplanten Anwendung ab. Wichtige Kriterien sind die benötigte Fördermenge, der erforderliche Betriebsdruck, die Leitungslänge und vorhandene Höhenunterschiede.
Eine kleine Bewässerung für wenige Beete stellt andere Anforderungen als die Versorgung einer großen Rasenfläche oder eines Gartenbaubetriebs.
Pumpen und zusätzliche technische Ausstattung sind nicht automatisch im Tankpreis enthalten. Deshalb sollte der Lieferumfang vor dem Kauf genau geprüft werden.
Ausstattung und Zubehör vergleichen
Beim Kauf einer Regenwasserzisterne sollte nicht nur der Tank betrachtet werden. Auch das benötigte Zubehör kann für die spätere Nutzung entscheidend sein.
Je nach Anlage können Regensammler, Schläuche, Schellen, Anschlussstücke und eine Pumpe benötigt werden.
Ein Vergleich des Lieferumfangs kann helfen, die tatsächlichen Kosten besser einzuschätzen. Dabei sollten auch die technischen Daten und Anschlüsse des jeweiligen Speichers berücksichtigt werden.
Regenwasserzisterne für die Gartenbewässerung
Die Gartenbewässerung ist einer der wichtigsten Einsatzbereiche für gespeichertes Regenwasser. Das Wasser kann für Beete, Rasenflächen, Sträucher und andere geeignete Gartenbereiche verwendet werden.
Bei der Planung sollte die Größe der zu bewässernden Fläche berücksichtigt werden. Auch die gewünschte Bewässerungshäufigkeit kann den Speicherbedarf beeinflussen.
Je größer die Gartenfläche und je höher der Wasserbedarf, desto wichtiger ist eine passende Dimensionierung des Speichers.
Regenwasserzisterne für Gewächshäuser
Auch für Gewächshäuser kann eine Regenwasserzisterne sinnvoll sein. Der Wasserbedarf hängt von der Größe des Gewächshauses und den dort angebauten Pflanzen ab.
Bei der Planung sollte der Speicher möglichst sinnvoll zur Bewässerungsfläche positioniert werden. Außerdem müssen die benötigte Pumpe und die Leitungsführung berücksichtigt werden.
Ein ausreichend dimensionierter Speicher kann dazu beitragen, gesammeltes Regenwasser für die regelmäßige Bewässerung bereitzustellen.
Regenwasserspeicher für größere Grünflächen
Bei größeren Grünflächen steigt der Wasserbedarf entsprechend an. Hier können größere Speicherlösungen erforderlich sein.
Neben dem Speichervolumen spielt die technische Wasserentnahme eine wichtige Rolle. Fördermenge und Druck müssen zur geplanten Bewässerung passen.
Auch die verfügbare Dachfläche sollte berücksichtigt werden. Ein sehr großer Speicher ist nur dann sinnvoll, wenn ausreichend Regenwasser gesammelt werden kann und ein entsprechender Bedarf besteht.
Regenwasserzisterne nachrüsten
Eine Regenwasserzisterne kann auch nachträglich in ein bestehendes Grundstück integriert werden. Dabei sollte zunächst geprüft werden, welche Regenwasserleitungen bereits vorhanden sind.
Anschließend kann ein geeigneter Standort gesucht und die Verbindung zwischen Dachablauf, Speicher und Bewässerung geplant werden.
Bei einer Nachrüstung ist besonders wichtig, die vorhandenen Platzverhältnisse und Anschlüsse zu berücksichtigen. Eine oberirdische Lösung kann hier unter geeigneten Bedingungen eine flexible Möglichkeit darstellen.
Kosten beim Kauf berücksichtigen
Der Preis einer Regenwasserzisterne hängt unter anderem von Speichergröße, Ausführung und Ausstattung ab. Bei einer realistischen Kostenplanung sollten jedoch auch zusätzliche Komponenten berücksichtigt werden.
Dazu können Leitungen, Regensammler, Schläuche, Schellen, Pumpen und weitere Anschlusskomponenten gehören.
Auch die Vorbereitung des Aufstellortes kann Kosten verursachen, wenn der Untergrund zunächst angepasst werden muss.
Deshalb sollte nicht nur der reine Tankpreis betrachtet werden. Entscheidend sind die Gesamtkosten der geplanten Regenwassernutzung.
Lieferumfang und Produktdaten prüfen
Vor dem Kauf sollten die Produktinformationen sorgfältig geprüft werden. Dazu gehören insbesondere Maße, Speichervolumen, Ausführung, Anschlüsse, Lieferumfang und Preis.
Auch die Frage, welche Komponenten zusätzlich benötigt werden, sollte vor der Bestellung geklärt werden.
Eine genaue Prüfung verhindert, dass wichtige Teile für die Installation erst nachträglich beschafft werden müssen.
Regenwasserspeicher für schmale Stellflächen
Bei begrenztem Platz kann die Auswahl des Grundrisses entscheidend sein. Ein Speicher mit geeigneten Abmessungen kann sich besser in einen schmalen Bereich integrieren lassen.
Vor dem Kauf sollten deshalb die vorhandenen Maße genau ermittelt werden. Dabei muss auch berücksichtigt werden, ob Leitungen und Anschlüsse ausreichend Platz haben.
Flexible Speicherlösungen bieten hier die Möglichkeit, verschiedene räumliche Voraussetzungen zu berücksichtigen.
Sicherheit bei der Aufstellung
Der Standort sollte nicht nur praktisch, sondern auch sicher sein. Eine ebene und tragfähige Fläche bildet die Grundlage für die oberirdische Aufstellung.
Darüber hinaus muss der Bereich um den Speicher ausreichend geplant werden. Bei einem möglichen Wasseraustritt dürfen keine Gebäude oder elektrischen Anlagen gefährdet werden.
Auch der Überlauf sollte kontrolliert und sicher abgeführt werden.
Regenwasserspeicher sind kein Trinkwassersystem
Beim Kauf und bei der späteren Nutzung sollte klar zwischen Regenwassernutzung und Trinkwasserversorgung unterschieden werden.
Die beschriebenen Speicher sind nicht für Trinkwasser vorgesehen. Das gesammelte Wasser sollte für geeignete Zwecke wie die Gartenbewässerung eingesetzt werden.
Auch die Leitungsführung und Entnahmestellen sollten entsprechend der geplanten Nutzung gestaltet werden.
Checkliste vor dem Kauf
Vor der Bestellung einer Regenwasserzisterne sollten einige grundlegende Punkte geprüft werden. Dazu gehören die verfügbare Dachfläche, der erwartete Regenwasserertrag und der tatsächliche Wasserbedarf.
Ebenso wichtig sind die Maße der verfügbaren Stellfläche und die Abmessungen des gewünschten Speichers. Der Untergrund muss geeignet und ausreichend tragfähig sein.
Darüber hinaus sollten Zulauf, Überlauf, Entnahme, Pumpe und benötigtes Zubehör geplant werden. Schließlich sollte der Lieferumfang mit den eigenen Anforderungen verglichen werden.
Fazit
Wer eine Regenwasserzisterne kaufen möchte, sollte die Entscheidung nicht allein vom Preis oder vom Speichervolumen abhängig machen. Eine passende Lösung entsteht erst durch die Abstimmung von Wasserbedarf, Dachfläche, Stellplatz und technischer Ausstattung.
Flexible oberirdische Regenwasserzisternen bieten verschiedene Speichergrößen und Grundrisse und können deshalb für private Gärten, Gewächshäuser, Gartenbau und größere Grünflächen interessant sein.
Vor dem Kauf sollten insbesondere Standort, Untergrund, Maße, Anschlüsse, Überlauf und Wasserentnahme geplant werden. Auch Zubehör und mögliche Zusatzkosten gehören in die Kalkulation.
Eine sorgfältige Vorbereitung ermöglicht es, die Regenwasserzisterne passend zu den örtlichen Bedingungen auszuwählen und das gesammelte Regenwasser anschließend sinnvoll für die Gartenbewässerung und andere geeignete Zwecke zu nutzen.

