Eine zuverlässige Löschwasserversorgung ist bei vielen Bauvorhaben, Industrieanlagen und Gewerbeprojekten ein wichtiger Bestandteil der Brandschutzplanung. Wenn die öffentliche Wasserversorgung am jeweiligen Standort nicht die erforderliche Löschwassermenge bereitstellen kann, kann ein eigener Löschwassertank eine geeignete Ergänzung darstellen.
Besonders unterirdische Löschwasserspeicher können für Unternehmen interessant sein, die größere Wassermengen am Standort bevorraten und gleichzeitig die oberirdische Grundstücksfläche effizient nutzen möchten. Je nach Projekt stehen unterschiedliche Speichergrößen und technische Ausführungen zur Verfügung. In der Praxis können unterirdische Behälter beispielsweise in verschiedenen Größen geplant oder mehrere Behälter miteinander verbunden werden, wenn ein größeres Gesamtvolumen benötigt wird.
Für Projekte in Österreich sollten neben dem konkreten Löschwasserbedarf auch die örtlichen Bedingungen und die geltenden technischen Anforderungen berücksichtigt werden. Die österreichische Richtlinie ÖVGW W 77 behandelt unter anderem Grundsätze für Planung, Bau und Betrieb von Löschwasseranlagen innerhalb und außerhalb von Gebäuden und Grundstücken.
Was ist ein Löschwassertank?
Ein Löschwassertank ist ein Speicher, der zur Bevorratung von Wasser für den Brandfall vorgesehen ist. Er kann als Bestandteil der Löschwasserinfrastruktur eingesetzt werden, wenn eine zusätzliche Wasserreserve am Standort erforderlich ist.
Löschwassertanks können oberirdisch oder unterirdisch ausgeführt werden. Bei begrenzten Grundstücksflächen oder bei Projekten, bei denen die sichtbare Gestaltung des Betriebsgeländes eine Rolle spielt, kann eine unterirdische Ausführung besonders interessant sein.
Je nach System können unterschiedliche Materialien und Bauweisen zum Einsatz kommen. Unterirdische Lösungen sind beispielsweise aus Kunststoff oder anderen geeigneten Materialien erhältlich. Auch Systeme mit mehreren miteinander verbundenen Behältern können größere Speichervolumen ermöglichen.
Vorteil 1: Zuverlässige Löschwasserbevorratung
Der wichtigste Vorteil eines Löschwassertanks besteht darin, eine definierte Wassermenge direkt am Standort vorzuhalten.
Dies kann besonders dann relevant sein, wenn das öffentliche Wassernetz die benötigte Löschwassermenge nicht ausreichend bereitstellen kann. Ein eigener Speicher ermöglicht es, die zusätzliche Wasserreserve unabhängig vom normalen betrieblichen Wasserverbrauch bereitzustellen.
Für Industrie und Gewerbe kann eine solche zusätzliche Bevorratung ein wichtiger Bestandteil des geplanten Objektschutzes sein.
Vorteil 2: Platzsparende unterirdische Lösungen
Unterirdische Löschwassertanks können besonders bei begrenzten Grundstücksflächen eine effiziente Lösung darstellen.
Der Speicher befindet sich unterhalb der Geländeoberfläche und beansprucht dadurch weniger sichtbare Fläche. Das ist insbesondere bei Gewerbegrundstücken interessant, auf denen oberirdische Flächen für Gebäude, Zufahrten, Lagerbereiche oder Stellplätze benötigt werden.
Unterirdische Behälter können je nach Ausführung auch für Flächen geeignet sein, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Einige am Markt verfügbare Systeme sind beispielsweise für eine Befahrbarkeit mit entsprechend ausgelegten Schacht- und Lastverteilungssystemen konzipiert.
Vorteil 3: Effiziente Nutzung des Grundstücks
Ein großer oberirdischer Tank kann die Gestaltung eines Betriebsgeländes beeinflussen. Bei einem unterirdischen Speicher wird der verfügbare Raum dagegen anders genutzt.
Nach fachgerechter Installation kann die Oberfläche je nach Bauweise und örtlichen Voraussetzungen weiterhin für geeignete Zwecke genutzt werden.
Dadurch kann ein Löschwassertank besser in die Gesamtplanung eines Gewerbe oder Industriegrundstücks integriert werden.
Vorteil 4: Unterschiedliche Speichervolumen möglich
Nicht jedes Bauprojekt benötigt dieselbe Wassermenge. Deshalb ist die Möglichkeit unterschiedlicher Speichervolumen ein wichtiger Vorteil.
Je nach Projekt können kleinere oder größere Speicher eingesetzt werden. Bei bestimmten unterirdischen Systemen sind beispielsweise Größen bis über 100.000 Liter verfügbar. Größere Gesamtvolumen können teilweise durch die Verbindung mehrerer Behälter realisiert werden. Für Projekte in Österreich finden sich unter Löschwassertank österreich passende Informationen zur Planung und Löschwasserbevorratung.
Welche Größe tatsächlich erforderlich ist, sollte anhand des jeweiligen Brandschutzkonzepts und des konkreten Löschwasserbedarfs bestimmt werden.
Vorteil 5: Geeignet für Industrieprojekte
Industrieanlagen können aufgrund ihrer Größe, Nutzung und vorhandenen Brandlasten besondere Anforderungen an die Löschwasserversorgung stellen.
Produktionshallen, Lagerbereiche und technische Anlagen können auf einem großen Betriebsgelände miteinander kombiniert sein. Ein eigener Löschwasserspeicher kann hier als Bestandteil der gesamten Brandschutzplanung vorgesehen werden.
Die konkrete Dimensionierung sollte dabei immer projektbezogen erfolgen.
Vorteil 6: Geeignet für Gewerbeobjekte
Auch Gewerbebetriebe können von einer zusätzlichen Löschwasserbevorratung profitieren.
Dies kann beispielsweise bei größeren Werkstätten, Lagergebäuden, Gewerbehallen oder Gewerbeparks relevant sein.
Ein unterirdischer Löschwassertank kann dabei helfen, die benötigte Wasserreserve direkt am Standort vorzuhalten, ohne eine große oberirdische Tankanlage errichten zu müssen.
Vorteil 7: Lösungen für Logistik und Lagerhallen
Logistikzentren und große Lagerhallen benötigen häufig eine effiziente Nutzung ihrer Grundstücksflächen.
Zufahrten, Rangierbereiche und Stellplätze müssen für den täglichen Betrieb verfügbar bleiben. Ein unterirdischer Löschwasserspeicher kann deshalb eine interessante Möglichkeit darstellen, eine zusätzliche Wasserreserve bereitzustellen und gleichzeitig die oberirdische Fläche möglichst effizient zu nutzen.
Bei größeren Projekten können mehrere Behälter zu einem größeren Gesamtspeicher kombiniert werden. Ein Praxisbeispiel zeigt beispielsweise zwei unterirdische Behälter mit insgesamt 244.000 Litern Löschwasservolumen für einen Gewerbebetrieb.
Vorteil 8: Interessant für landwirtschaftliche Betriebe
Auch landwirtschaftliche Betriebe können besondere Anforderungen an die Löschwasserversorgung haben.
Stallungen, Maschinenhallen und Lagergebäude befinden sich teilweise an Standorten, an denen die öffentliche Infrastruktur weniger umfangreich ist.
Ein eigener Löschwasserspeicher kann in solchen Situationen eine zusätzliche Wasserreserve direkt am Betrieb bereitstellen. Am Markt werden Löschwasserlösungen ausdrücklich auch für landwirtschaftliche Anwendungen angeboten.
Vorteil 9: Geeignet für abgelegene Standorte
Abgelegene Gewerbe und Betriebsstandorte können besondere Herausforderungen bei der Löschwasserversorgung aufweisen.
Wenn die erforderliche Wassermenge nicht ohne Weiteres über das öffentliche Netz bereitgestellt werden kann, kann eine standorteigene Bevorratung interessant sein.
Unterirdische Tanks können dabei eine dauerhafte Lösung darstellen, während flexible Speicherlösungen ebenfalls für bestimmte Standorte infrage kommen können.
Vorteil 10: Unauffällige Integration in die Umgebung
Ein unterirdischer Löschwassertank ist nach dem Einbau von außen deutlich weniger sichtbar als ein großer oberirdischer Speicher.
Das kann für Gewerbeparks, Industrieanlagen und Bauprojekte interessant sein, bei denen eine möglichst unauffällige Integration in das Grundstück gewünscht wird.
Auch aus planerischer Sicht kann dies Vorteile bieten, weil die sichtbare technische Infrastruktur reduziert werden kann.
Vorteil 11: Für Neubauprojekte geeignet
Bei Neubauten kann der Löschwassertank bereits in einer frühen Planungsphase berücksichtigt werden.
Architekten, Brandschutzplaner, Bauherren und Generalunternehmer können dadurch den erforderlichen Standort und die technische Infrastruktur frühzeitig in die Gesamtplanung integrieren.
Dies kann die Koordination zwischen Gebäudeplanung, Außenanlagen und Löschwasserversorgung erleichtern.
Vorteil 12: Nachrüstung bestehender Anlagen
Nicht nur Neubauten können von Löschwasserspeichern profitieren. Auch bestehende Gewerbe und Industrieanlagen können unter bestimmten Voraussetzungen nachgerüstet werden.
Bei einer Nachrüstung müssen vorhandene Gebäude, Leitungen, Verkehrsflächen und andere technische Einrichtungen berücksichtigt werden.
Eine sorgfältige Standortprüfung ist deshalb besonders wichtig.
Vorteil 13: Flexible Integration in verschiedene Grundstückssituationen
Jedes Grundstück besitzt unterschiedliche Bedingungen. Gebäude, Zufahrten, Leitungen und vorhandene Verkehrsflächen können die Planung beeinflussen.
Unterirdische Löschwasserspeicher bieten die Möglichkeit, die Speicheranlage entsprechend in die Grundstücksplanung einzubeziehen.
Bei bestimmten Systemen können auch Geländeniveau und Erdüberdeckung individuell berücksichtigt werden.
Vorteil 14: Verschiedene technische Ausführungen
Löschwassertanks sind nicht auf eine einzige Bauweise beschränkt.
Je nach Projekt können unterirdische Kunststoffbehälter, Stahllösungen oder andere geeignete Systeme infrage kommen. Auch die Verbindung mehrerer Behälter kann bei größeren Volumen eine Möglichkeit darstellen.
Die Entscheidung sollte anhand des Speichervolumens, der örtlichen Bedingungen, der Einbausituation und des Brandschutzkonzepts getroffen werden.
Vorteil 15: Geeignete Entnahmemöglichkeiten planbar
Ein Löschwasserspeicher muss nicht nur ausreichend Wasser aufnehmen. Ebenso wichtig ist eine geeignete Entnahmemöglichkeit.
Je nach System können spezielle Löschwasserentnahmestellen und Feuerwehranschlüsse vorgesehen werden. Bei verfügbaren unterirdischen Systemen werden beispielsweise Sauganschlüsse für die Feuerwehr angeboten.
Die konkrete Ausführung sollte entsprechend der Projektplanung und den jeweiligen technischen Anforderungen festgelegt werden.
Vorteil 16: Integration in die Brandschutzplanung
Ein Löschwassertank sollte immer als Teil eines umfassenden Brandschutzkonzepts betrachtet werden.
Die österreichische ÖVGW W 77 beschreibt unter anderem Grundsätze für die Bereitstellung von Löschwasser sowie Anforderungen an Planung, Bau und Betrieb von Löschwasseranlagen.
Daher sollten Bauherren und Planer den benötigten Löschwasserbedarf frühzeitig bestimmen und die Speicherlösung entsprechend auslegen.
Löschwassertank Österreich für unterschiedliche Bauprojekte
Ein Löschwassertank kann für unterschiedliche Arten von Bauprojekten interessant sein.
Dazu gehören beispielsweise Produktionsgebäude, Lagerhallen, Logistikzentren, Gewerbehallen, landwirtschaftliche Betriebsgebäude und abgelegene Betriebsstandorte.
Bei jedem Projekt müssen die jeweiligen Anforderungen individuell betrachtet werden. Die richtige Speichergröße hängt nicht nur von der Gebäudegröße ab, sondern insbesondere vom erforderlichen Löschwasserbedarf und dem vorgesehenen Brandschutzkonzept.
Die richtige Größe bestimmen
Die Auswahl des Speichervolumens sollte auf einer konkreten Bedarfsermittlung basieren.
Kleinere Projekte können mit einem entsprechend kleineren Speicher auskommen. Größere Industrie und Logistikprojekte können dagegen deutlich größere Mengen benötigen.
Bei unterirdischen Systemen können mehrere Behälter miteinander verbunden werden, um ein größeres Gesamtvolumen zu erreichen.
Dadurch können auch Projekte mit einem größeren Löschwasserbedarf individuell geplant werden.
Den Standort richtig auswählen
Der Standort des Löschwassertanks sollte möglichst früh festgelegt werden.
Dabei sind unter anderem die Grundstücksgröße, bestehende Gebäude, Verkehrsflächen, Zufahrten, unterirdische Leitungen und Bodenverhältnisse zu berücksichtigen.
Auch die Lage der Löschwasserentnahmestelle spielt eine wichtige Rolle. Sie sollte entsprechend der Planung für die Feuerwehr erreichbar sein.
Boden und Einbausituation prüfen
Bei unterirdischen Behältern müssen die Bedingungen des Baugrunds berücksichtigt werden.
Dazu gehören beispielsweise die Bodenbeschaffenheit, mögliche Grundwasserverhältnisse und die geplante Erdüberdeckung.
Auch die spätere Belastung der Oberfläche kann relevant sein. Bei Systemen, die für befahrbare Flächen vorgesehen sind, müssen die entsprechenden Anforderungen an Behälter, Schacht und Lastverteilung berücksichtigt werden.
Wartung und langfristige Nutzung
Ein Löschwassertank ist auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. Deshalb sollte bereits bei der Planung darauf geachtet werden, dass die relevanten Komponenten zugänglich bleiben.
Entnahmeeinrichtungen und weitere technische Bestandteile sollten für erforderliche Kontrollen und Wartungsarbeiten erreichbar sein.
Auch die regelmäßige Kontrolle der Löschwasseranlage sollte in das betriebliche Konzept aufgenommen werden.
Löschwassertank für Österreich richtig planen
Bei einem Projekt in Österreich sollten die örtlichen und technischen Anforderungen frühzeitig geprüft werden.
Die ÖVGW W 77 enthält aktuelle Grundsätze für die Bereitstellung von Löschwasser und behandelt auch technische sowie hygienische Anforderungen an Löschwasseranlagen.
Für ein konkretes Bauvorhaben sollte daher geprüft werden, welche Anforderungen am jeweiligen Standort gelten und wie der Löschwassertank in das vorhandene Brandschutzkonzept integriert werden kann.
Welche Informationen sollte eine Anfrage enthalten?
Für eine projektbezogene Anfrage sind möglichst genaue Angaben hilfreich.
Dazu gehören insbesondere der erforderliche Löschwasserbedarf und der Projektstandort.
Zusätzlich können vorhandene Brandschutzpläne, Leistungsverzeichnisse oder Angaben zur Grundstückssituation hilfreich sein.
Auf dieser Grundlage kann besser beurteilt werden, welches Speichervolumen, welche Bauweise und welche Entnahmeeinrichtung zum Projekt passen.
Fazit
Ein Löschwassertank Österreich kann für unterschiedliche Bau und Gewerbeprojekte eine effiziente Möglichkeit zur Löschwasserbevorratung darstellen. Besonders unterirdische Speicher bieten den Vorteil, große Wassermengen platzsparend und vergleichsweise unauffällig in ein Grundstück zu integrieren.
Die Vorteile reichen von einer zuverlässigen Wasserreserve über eine effiziente Grundstücksnutzung bis hin zu unterschiedlichen Speichervolumen und flexiblen technischen Ausführungen.
Für Industrieanlagen, Gewerbebetriebe, Logistikzentren, Lagerhallen und landwirtschaftliche Betriebe können individuell geplante Löschwasserspeicher eine wichtige Ergänzung der Brandschutzinfrastruktur sein.
Entscheidend ist jedoch immer eine projektbezogene Planung. Löschwasserbedarf, Speichervolumen, Entnahme, Standort, Bodenverhältnisse und Zugänglichkeit sollten gemeinsam betrachtet werden. Für österreichische Projekte sollten außerdem die jeweils relevanten technischen Anforderungen berücksichtigt werden. Die ÖVGW W 77 bietet hierfür einen aktuellen fachlichen Rahmen zur Bereitstellung von Löschwasser.

